Kombucha schmeckt so, wie Sie es möchten

Kombucha schmeckt so, wie Sie möchten

Der zu Kombucha fermentierte Tee ist fein moussierend, schmeckt ein wenig süßsauer und gärig. Kombucha wird kalt getrunken. Der Geschmack von Kombucha ist speziell, unvergleichlich und erinnert an "Federweißen", also jungen Wein.

Es gibt unzählige Möglichkeiten wie man den Geschmack von Kombucha verändern kann. Das gelingt jedoch nicht immer gleich beim ersten Mal so, wie man möchte. Übung macht den Meister und für Abwechslung ist gesorgt. Hier eröffnet sich eine Spielwiese für Experimentierfreudige. 

Und wer einfach nur Kombucha trinken mag ohne viel auszuprobieren, erzielt schon in der Grundzubereitung sehr gute Ergebnisse. Empfehlenswert ist eine Mischung aus grünem und schwarzem Tee oder mit Früchtetee.

Worauf es ankommt: 

⦁ Gluconsäure

Der typische Geschmack von Kombucha kommt in erster Linie von der Gluconsäure. Gluconsäure wird von den Bakterienstämmen im Original-Kombucha-Teepilz im natürlichen Fermentationsprozess erzeugt. Führende Hersteller moderner Bio-Limonaden nutzen genau diesen Fermentationsprozess mit Kombucha-Mikroorganismen, um Gluconsäure als die wesentliche Geschmackskomponente für ihre Limonaden zu erhalten.

Die Qualität des Kombucha-Teepilzes spielt hierbei eine wichtige Rolle. Mit dem Original-Kombucha-Teepilz OkiraVit ® von Original-Kombucha.de erhalten Sie eine Kultur, die nach sorgfältiger Auswahl besonders schmackhafte Ergebnisse erzielt. Sie ist vom Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung (ZIEL) der Technischen Universität München als Original zertifiziert.

⦁ Teesorte

Neben der Gluconsäure ist die verwendete Teesorte wichtig für den Geschmack. Empfehlenswert sind Früchte- und Kräutertees in einer Mischung mit grünem oder schwarzem Tee. 

Hiermit kann man ähnliche Geschmacksvariationen erzielen, wie sie in modernen Bio-Limonaden angeboten werden (z.B. Litchie, Holunder, Hagebutte, Hibiskus, Kräuter, etc.). Entgegen gelegentlicher Behauptungen kann man Kombucha hervorragend mit Früchte- und Kräutertees herstellen. Probieren Sie folgende Teekombinationen für Ihr Kombucha-Getränk:

Grüner Tee mit Sanddorn, Schwarztee mit Hagebutte, Grüner Tee mit Hagebutte, Grüner Tee mit Holunderblüte.

Bei Früchte- und Kräutertees ist jedoch darauf zu achten, dass man keine größeren Mengen an Tees mit hohen Anteilen ätherischer Öle verwendet wie beispielsweise Pfefferminztee, Salbei oder Zitronenmelisse. Aber auch hiermit funktioniert die Herstellung, wenn man einen nur kleinen Anteil dieser Teesorten verwendet. Hier gilt es auszuprobieren. Gelingt die Symbiose der Mikroorganismen dauerhaft nicht mehr gut, erkennt man das an einem schlecht gebildeten Kombucha-Teepilz. Das kann auch allein mit grünem Tee immer wieder einmal vorkommen, aber wenn es bei der Verwendung von einem Tee mit einem hohen Anteil ätherischer Öle dazu kommt, sollte man diesen Anteil verringern oder ganz weg lassen. 

Die Kultur erholt sich anschließend in einem geeigneten Umfeld (grüner Tee) wieder. Das Pilzwachstum fällt in grünem Tee eher üppig aus und verlangsamt sich in Kräutertees. Hagebuttentee lässt den Teepilz oft schneller wachsen. Bei Experimenten können Sie auch zur Sicherheit eine Pilzschicht zurück behalten. 

Wer die Besonderheiten unterschiedlicher (schwarzer) Tee-Spezialitäten schätzt, der kann auch mit Kombucha in die große Vielfalt dieser Geschmackswelt eintauchen. Damit wird Kombucha-selbst-machen zu einem richtigen Abenteuer. Feinste Geschmacksnuancen verleihen dann dem Kombucha seine Besonderheiten. Das Ergebnis sind sehr spezielle Kombucha-Tees, die eine vergleichbare Vielfalt von Wein hervorbringen können. Dies auszuprobieren sei hier wärmstens empfohlen.

Der geschulte Geschmackssinn von Teekennern wird diese Geschmacksvielfalt bestätigen, auch wenn manche über die Verwendung ausgesuchter Teesorten für Kombucha kräftig die Nase rümpfen mögen oder in völligem Entsetzen erstarren. Viele „Teekenner“ scheinen für solche Ideen dann doch zu konservativ zu sein. Kombucha und Tee sind und bleiben für sie leider unvereinbare Welten, und dann ist es nicht nur Geschmackssache sondern dogmatisch.

Zu den geschmacklichen Besonderheiten von Tees gibt es an vielen Stellen im Internet bei Teespezialisten reichhaltige Informationen.

⦁ Zuckersorte

Eine wichtige Rolle für den Geschmack spielt auch die verwendete Zuckersorte. Die Schwere des Grafschafter Goldsaftes, der Melasse oder des Vollrohrohrzuckers kann die feinen Nuancen besonderer Teesorten überdecken. Hier ist dann die neutrale Süße von weißem Haushaltszucker oder kristallinem Rohrohrzucker geeigneter. Der feine Geschmack des Ahorn Sirups kann hier noch eine besondere Note verleihen. Welche Zuckersorten geeignet sind, ist nachzulesen bei unseren Empfehlungen für die Zuckersorten weiter unten. Image 

⦁ Gärdauer

Mit der richtigen Gärdauer steht und fällt das Geschmackserlebnis. Ist Kombucha zu lange gereift, wird es essigsauer und für die meisten wohl als Getränk ungenießbar. Je länger Kombucha also gärt, umso saurer wird es. Eine süffige Süße erhält man schon nach etwa 3-5 Tagen bei einer durchschnittlichen Zimmertemperatur von ca. 21° C und etwa 90g Zucker je Liter. Verwenden Sie 110 g Zucker pro Liter, haben Sie eine höhere Süße, die eine längere Gärdauer verträgt, in der dann auch wiederum mehr Gluconsäure entsteht. Damit hier keine ungewollt starke Säuerung entsteht, sollte man immer wieder einmal probieren. Das gilt besonders für Unerfahrene.

⦁ Natürliche Zusätze

Zitronen- Orangen- oder Ingwergeschmack gefällig? Diese haben bei Bio-Limonaden einen Siegeszug angetreten. So geht ́s:

Ist Kombucha fertig, und man möchte eine dieser Geschmacksrichtungen erzielen, gibt man etwa 10 - 20 g je Liter frische Zitrone, Orange- oder Ingwer in Scheiben in das fertige Kombucha-Getränk. Biologisch angebaute Zitronen und Orangen können mit der Schale verwendet werden. Schälen Sie frischen Ingwer, schneiden ihn in Scheiben oder geben ihn durch die Knoblauchpresse. Lassen Sie alles im Kühlschrank mindestens 1 Tag stehen. Sie können die Zusätze auch im Kombucha-Getränk lassen.

Beliebt sind auch Trockenfrüchte. Man gebe einen Esslöffel Trockenfrüchte in das fertige Kombucha-Getränk je Liter. Rosinen sind besonders geeignet. Sie geben einen angenehmen Geschmack ab. Empfehlenswert sind auch z.B. Datteln oder Feigen. Bitte immer erst nach dem Gärprozess zugeben. Sonst besteht die Gefahr, dass über die Trockenfrüchte Fremdkeime in die Kombucha-Kultur gelangen.

Stevia ist auch jetzt, nach dem Gärprozess ein geeignetes Süßungsmittel.

⦁ Mit Fruchtsäften oder Sirup mischen

Die Getränkeindustrie macht es vor: Mischen Sie Ihren selbst hergestellten Kombucha mit Fruchtsäften oder Fruchtsirup. Damit stellen Sie wohlschmeckende Cocktails her. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Kombucha bleiben erhalten im Unterschied zu den industriell hergestellten Kombucha-Getränkevariationen. Experimentieren Sie mit dem lebendigen Kombucha aus eigener Herstellung.

Kombucha ist also nicht gleich Kombucha. Die Möglichkeiten für Experimentierfreudige sind grenzenlos. Gelingt nicht sofort ein geschmackvolles Ergebnis, probieren Sie einfach etwas Neues aus. 

Wir haben hier das Grundwissen und Anregungen zusammengetragen. Nun ist es an Ihnen, auf die Entdeckungsreise zu gehen.

(Auszug aus unserem Buch: "Kombucha selbst machen - Der Ratgeber für alle, die Kombucha selbst machen" ©. Erhältlich als als Taschenbuch hier im Shop und auch als Sofortdownload in Ihrem Kundenkonto. Ein Kundenkonto ist für Sie kostenlos. Sie können es in wenigen Schritten anlegen.)

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  • Regt an zum Experimentieren

    interessanter Beitrag. Bin etwas erfahren mit Kombucha und freue mich darauf mit den Anregungen von hier zu experimentieren.