Beschaffenheit der Kombucha Kultur und des Teepilzes

Die Beschaffenheit des Kombucha-Teepilzes: Was du wissen solltest

Die Beschaffenheit des Kombucha-Teepilzes ähnelt der eines Pfannkuchens. Die Vielfalt seiner Erscheinungsformen, bezogen auf Struktur, Aussehen und Veränderungen während des Gärprozesses, führt oft zu Missverständnissen und verunsichert Neulinge in der Kombucha-Herstellung.

Die Kombucha-Kultur

Die Kombucha-Kultur besteht aus dem Teepilz und der Flüssigkeit, dem Kombucha-Getränk, in dem er schwimmt. Das Kombucha-Getränk dient gleichzeitig als Ansatzflüssigkeit, die für die Herstellung von Kombucha unverzichtbar ist.

Was ist der Kombucha-Teepilz?

Der Kombucha-Teepilz ist kein einheitlicher Organismus und auch botanisch gesehen kein Pilz. Die Kombucha-Kultur ist eine Mischkultur aus Hefen und Bakterien, die sich zu einer weißen bis beigen Masse verdichten, die von Cellulose zusammengehalten wird. Diese Gemeinschaft von Mikroorganismen wird als SCOBY (Symbiotic Culture Of Bacteria and Yeast) bezeichnet. Der SCOBY ermöglicht den Fermentationsprozess von Kombucha.

Symbiotische Mikroorganismen

Die Mikroorganismen in der Kombucha-Kultur arbeiten symbiotisch zusammen:

  1. Fermentation: Hefen fermentieren den Zucker im Tee und produzieren Alkohol und Kohlendioxid. Bakterien wandeln dann den Alkohol in Essigsäure um, was dem Kombucha seinen charakteristischen Geschmack verleiht.
  2. Stabilisierung: Die Bakterien und Hefen regulieren sich gegenseitig und halten die Umgebung stabil, wodurch das Wachstum schädlicher Mikroorganismen gehemmt wird.
  3. Nährstoffaustausch: Die Mikroorganismen tauschen Nährstoffe miteinander aus, was das Wachstum und die Aktivität der gesamten Gemeinschaft fördert.

Veränderungen während des Gärprozesses

Das Aussehen des Kombucha-Teepilzes kann stark variieren, bleibt jedoch immer weich und kompakt. Die Oberfläche kann von glatt bis sehr uneben reichen, und Blasenbildung kann zu Wölbungen oder Löchern führen. Ablagerungen auf dem Teepilz, die wie eine dünne Haut erscheinen, sind normal und je nach Teesorte unterschiedlich gefärbt.

Wachstum des Teepilzes

Der Kombucha-Teepilz breitet sich flächig auf der Oberfläche der Nährlösung aus und verdickt die darunterliegende Kultur oder bildet einen neuen Teepilz. Sinkt der Teepilz auf den Boden des Gärgefäßes, bildet sich an der Oberfläche ein neuer. Zusätzliche Schichten können entstehen, wenn Flüssigkeit auf die Oberfläche gelangt und dort eine neue Schicht bildet.

Schaum und Ablagerungen

Während des Herstellungsprozesses kann Schaum an der Oberfläche entstehen, wobei sich Schwebstoffe aus dem Tee darin ansammeln. Diese schaumige Schicht kann sich in abgegrenzten Bereichen befinden und bräunlich verfärbt sein, was gelegentlich zu Löchern im Teepilz führen kann. Dies ist normal und sollte dich nicht beunruhigen.

Neue Teepilzbildung

Bei der Bildung eines neuen Teepilzes auf der Oberfläche beginnt dieser mit einer dünnen, feinen, weiß-gräulichen Schicht, die allmählich dicker wird. Der Teepilz wächst nicht plötzlich in voller Größe und bildet keine “Geschwüre”. Es handelt sich um eine Ansammlung von Zellen und Bakterien, die Zeit für ihr Wachstum benötigt.

Missverständnisse vermeiden

Viele Menschen interpretieren fälschlicherweise die Anlagerungen und Veränderungen des Teepilzes als Schimmel. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Erscheinungen normal und kein Zeichen von Schimmel sind und dass jedoch gewöhnliche Lebensmittel, wenn sie schimmeln, ähnlich aussehen können. Lese auch unseren Beitrag zum Thema Schimmel hier im Insider Wissen.

Fazit

Alle beschriebenen Phänomene sind natürlich und sollten dich bei der Kombucha-Herstellung nicht beunruhigen. Nach dem Abgießen durch ein Sieb werden diese ungewöhnlichen Bestandteile entfernt, und der Kombucha präsentiert sich als ein äußerst appetitliches Getränk.

Über die Internetsuche findest du zahlreiche Bilder von Kombucha-Kulturen mit unterschiedlichen Beschaffenheiten des Teepilzes. Hefefäden mit Anlagerungen von Schwebstoffen aus dem Tee und Schimmel sind hier meist gut voneinander zu unterscheiden.

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